getragen wird und dass sie damit auch einen größeren Einblick in ihr eigenes Land bekommen. Die Mitarbeiter aus Aberdeen sind nie vorher in einem der Dörfer gewesen.
Es gibt aber auch einige Herausforderungen. Die wichtigste Frage ist sicherlich, den Behandlungskreis zu erweitern, d. h. mehr Kinder und Frauen in die Behandlungslisten aufzunehmen. Die Realisierung hängt natürlich wesentlich von der finanziellen Situation ab. Aber einige Kinder sind schon zusätzlich behandelt worden.
Eine zweite Überlegung war, dass wir eine Rücklage bilden müssen, für evtl. Krankheiten der Teammitglieder. Auf Grund des Unfalles im letzten Jahr haben wir überlegt, für jedes Mitglied eine Krankenversicherung abzuschließen. Das ist aber kaum möglich, da diese sehr teuer ist und nicht jedes Krankenhaus an dieses System angeschlossen ist. So haben wir beschlossen, einen bestimmten Betrag zurückzulegen, sollte ein Teammitglied eine medizinische Behandlung benötigen.
Ja und dann fragen natürlich die Männer, warum sie nicht behandelt werden. Ich erkläre ihnen dann, dass sie nicht das Risiko einer Schwangerschaft und der Geburt tragen. Sierra Leone hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten und Sterberaten der unter 5-jährigen Kinder der Welt. Und natürlich bekommt ein Mann auch Schmerzmittel, wenn er starke Schmerzen hat. Aber das Hauptaugenmerk liegt und soll dort auch bleiben - bei den Kindern und schwangeren Frauen.
So bin ich voller guter Eindrücke und auch voller Bewunderung für die schwere und anstrengende Arbeit, die unser Team in Sierra Leone leistet nach Hause zurückgekehrt.
„Was Ihr getan habt, einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan“ Matth. 25,40
Bild rechts: Der Chief teilt uns mit, dass auch die Männer gerne behandelt werden möchten.