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Ein Bericht über den Driving Doctor - Oktober 2008 von Susanne Schröder

Über ein Jahr ist vergangen, seitdem unser Driving YMCA Doctor Team seine erste Fahrt in die abgelegenen Dörfer Sierra Leones unternommen hat.

Ein Jahr voller neuer Erfahrungen, neuer Herausforderungen, Überlegungen und bangem Hoffen, ob die nötigen finanziellen Mittel auch reichen werden.

Aber auch ein Jahr voller Bewahrung, als unsere Mitarbeiter einen Unfall auf einer der „Brücken“ hatten, voller guter Erfahrungen untereinander, voller Unterstützung wo wir es nicht vermutet haben und vor allem ein Jahr, in dem unser Team vielen Frauen und kleinen Kindern helfen und oft sogar Leben retten konnte.

Der Driving YMCA Doctor hat auch im Gesundheitsministerium Eindruck hinterlassen, sodass der Generalsekretär des Sierra Leone YMCA Mitglied in einem Gesundheitsausschuss des Ministeriums vertreten ist.

Während dieser Reise im Oktober, auf der ich im Rahmen der CVJM Partnerschaftsbesuche von Heinz Buschmann, Rebecca Fritsche, Wilfried und Karin Wobker und meinem Mann Achim Schröder begleitet wurde, haben wir zusammen mit dem Team und den Verantwortlichen des Sierra Leone YMCA eine Auswertung des Projektes vorgenommen, von der ich kurz berichten möchte.

In Übereinstimmung mit unseren Zielen, die wir am Anfang in dem Projekt Proposal festgehalten haben, sind alle 11 ausgesuchten Dörfer von dem Team besucht worden. In diesen Dörfern wurden 100 schwangere Frauen behandelt. Allerdings ist die Zahl der behandelten Kinder um 300 % überschritten worden, sodass 823 Kinder versorgt wurden. Es erwies sich als sehr schwierig, die angedachte Zahl von 200 Kinderbehandlungen einzuhalten, da der Bedarf sehr viel höher war. GOTT SEI DANK konnten wir auf Grund unserer finanziellen Situation diese Ausweitung tragen.

Die Kinder litten vor allem an:

  • Malaria (80 %)
  • Durchfall (75 %)
  • Krätze (45%) 
  • Unterernährung (40 %) 
  • Würmer (40 %) 
  • Blutarmut (30 %) 

In diesem Jahr sind in den 11 Dörfern 47 Jungen und 53 Mädchen sicher geboren worden. Es gab keine Totgeburt mehr, 6 schwangere Frauen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch diese Kosten wurden von dem Projekt getragen.

Auf Grund der weltweiten Lebensmittelkrise, die auch Sierra Leone stark betroffen hat, und der damit verbundenen Erhöhung der Lebensmittelpreise, haben wir das Projekt ausgeweitet. Während der Monate kurz vor der Reisernte konnten sich viele Menschen die tägliche Ration Reis nicht mehr leisten und so hat unser Team in den Dörfern Reis verteilt, was sehr dankbar angenommen worden ist. Diese Reisverteilung ist allerdings auf die Wochen vor der Reisernte beschränkt und wird während der Monate in denen Reis geerntet werden kann (ca. November bis Januar/Februar) eingestellt. Eine weitere Verteilung hängt von der Situation vor Ort ab, die unser Team sehr genau beobachtet.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr war die Gesundheitserziehung. Den Menschen wurde erklärt, wie man das Dorf sauber hält und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, es wurde Körperhygiene unterrichtet und auch wie Wasser zum Trinken aufbereitetet werden muss.

Auf Grund dieser Maßnahmen ist z.B.:

  • Malaria von 98 % auf 80 % zurückgegangen
  • Die Durchfallerkrankungen haben sich von 90 auf 75 % reduziert (die Zahlen unterscheiden sich von den oben genannten, da in diesen Zahlen auch die Erkrankungen der Erwachsenen enthalten sind).
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